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Glossar IPWK

Wichtige Begriffe aus der Intensivpflege einfach erklärt

Sie haben offene Fragen? Im Glossar IPWK finden sie Antworten.

In der außerklinischen Intensivpflege und Neurorehabilitation begegnen Angehörigen viele Begriffe, die nicht sofort verständlich sind. In diesem Glossar erklären wir alle wichtigen Fachwörter rund um neurologische Schädigungen, Wachkoma, Beatmung und spezialisierte Pflege – kurz, klar und nachvollziehbar.

Glossar Ambulante Intensivpflege

A-Z Pflegebegriffe

ALS ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, bei der Nervenzellen absterben und Muskeln ihre Funktion verlieren.

Die ALSFRS ist eine Bewertungsskala zur Einschätzung der funktionellen Fähigkeiten von ALS-Patienten im Alltag.

Ambulante Intensivpflege ermöglicht Menschen mit komplexen Erkrankungen eine fachlich gesicherte Betreuung und ggf. Beatmung zu Hause.

Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, bei der Betroffene Schwierigkeiten haben zu sprechen, zu verstehen, zu lesen oder zu schreiben.

Die Ashworth-Skala misst den Grad der muskulären Spastik und wird häufig bei neurologischen Patienten eingesetzt.

Atemtherapie unterstützt Patienten bei der Verbesserung der Atmung, Sekretmobilisation und Atemmuskelkraft.

Außerklinische Intensivpflege ermöglicht schwer erkrankten Menschen eine hochqualifizierte 24-Stunden-Versorgung außerhalb des Krankenhauses, meist im eigenen Zuhause.

Basale Stimulation umfasst pflegerische Methoden zur Förderung von Wahrnehmung, Körpergefühl und Orientierung bei schwer beeinträchtigten Menschen.

Ärztlich verordnete Maßnahmen wie Medikamentengabe, Injektionen,
Infusionen, Wundversorgung oder Blutzuckerkontrolle.

Beatmung unterstützt oder ersetzt die selbstständige Atmung von Patienten, meist über eine Maske oder Trachealkanüle.

Beatmungspflege umfasst alle pflegerischen und medizinischen Maßnahmen, die notwendig sind, um Menschen mit invasiver oder nichtinvasiver Beatmung sicher zu versorgen.

Eine cerebrale Schädigung beschreibt eine Störung des Gehirns durch Unfall, Krankheit oder Sauerstoffmangel.

COPD ist eine chronische Lungenkrankheit, die Atemnot, Husten und eingeschränkte Lungenfunktion verursacht.

Dysphagie ist eine Schluckstörung, bei der Nahrung oder Flüssigkeit nicht sicher transportiert werden kann.

Die EFA-Skala bewertet frühfunktionelle Fähigkeiten schwer neurologisch geschädigter Patienten.

Entspannungstechniken helfen, neurologisch beeinträchtigte Patienten zu beruhigen, Stress zu reduzieren und den Schlaf zu verbessern.

Ergotherapie unterstützt Patienten dabei, verloren gegangene Fähigkeiten zu trainieren und Alltagskompetenzen wiederherzustellen.

Ein Förderkonzept beschreibt strukturierte therapeutische und pflegerische Maßnahmen, die darauf abzielen, vorhandene Fähigkeiten eines Patienten gezielt zu stärken und weiterzuentwickeln.

Der Giger MD ist ein neurorehabilitatives Trainingsgerät, das koordinierte Ganzkörperbewegungen zur Aktivierung von Nervenbahnen ermöglicht.

Häusliche Intensivpflege bezeichnet die fachpflegerische Rundum-Versorgung von intensivpflichtigen Menschen direkt in ihrem privaten Wohnumfeld.

Hohe Tetraplegie bezeichnet eine Lähmung aller vier Gliedmaßen aufgrund einer Rückenmarkschädigung im Halswirbelbereich.

Kinästhetik ist ein Konzept, das pflegerische Bewegungen ergonomisch gestaltet und Patienten aktiv am Transfer beteiligt.

Kommunikationstechniken unterstützen Patienten, mithilfe von Tafeln, Augensteuerung oder technischen Hilfsmitteln, beim Ausdruck von Bedürfnissen und der nonverbalen Kommunikation.

Kommunikationsaufbau umfasst Methoden, mit denen nicht oder eingeschränkt sprechfähige Patienten dabei unterstützt werden, Bedürfnisse auszudrücken und wieder kommunizieren zu können.

Beim Locked-in-Syndrom ist der Körper nahezu vollständig gelähmt, während Bewusstsein und geistige Fähigkeiten erhalten bleiben.

Logopädie behandelt Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen bei neurologisch betroffenen Patienten.

Mobilisation bezeichnet gezielte pflegerische Maßnahmen, um Patienten in Bewegung zu bringen und Kreislauf, Muskulatur und Wahrnehmung zu aktivieren.

Der MOTOmed ist ein Bewegungstrainer, der passive, assistive und aktive Bein- oder Armbewegungen ermöglicht.

MS ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die zu vielfältigen neurologischen Ausfällen führt.

Neurofitness umfasst Übungen und Geräte zur Aktivierung von Nerven und Muskulatur, um neuroplastische Prozesse zu fördern.

Neurorehabilitation umfasst Maßnahmen zur Wiedererlangung von Funktionen nach neurologischen Schädigungen, kombiniert mit Pflege und Alltagsbegleitung.

Ein Neuroreha-Pflegekonzept kombiniert pflegerische, therapeutische und alltagsorientierte Maßnahmen, um neurologisch geschädigte Menschen aktiv zu fördern.

Eine neurologische Schädigung beschreibt Beeinträchtigungen des Nervensystems durch Unfall, Erkrankung oder Sauerstoffmangel.

Der persistierende Wachkoma-Zustand beschreibt einen Langzeitzustand, in dem Patienten wach wirken, aber kein bewusstes Reagieren zeigen.

Pflegeassistenten unterstützen Fachkräfte und Patienten im Alltag, bei der Grundpflege sowie bei aktivierenden Maßnahmen.

Liegt vor, wenn Menschen aufgrund von Krankheit oder Einschränkungen
im Alltag dauerhaft Hilfe benötigen

Pflichtgespräche für Pflegegeldempfänger. Sie sichern die Qualität der
häuslichen Pflege und erhalten den Anspruch auf Pflegegeld.
Mehr Erfahren unter Pflegeberatung.

Die Primary Nurse übernimmt die Hauptverantwortung für die Pflegeplanung, Koordination und Betreuung eines Patienten.

Physiotherapie umfasst Bewegungs- und Atemübungen zur Verbesserung von Mobilität, Kraft und Körperfunktionen.

Ein Phrenicus-Schrittmacher stimuliert den Zwerchfellnerv elektrisch, um die natürliche Atmung bei bestimmten Lähmungen zu unterstützen.

Querschnittslähmung entsteht durch eine Rückenmarkschädigung und führt zu teilweiser oder vollständiger Lähmung unterhalb der Verletzungsstelle.

Siwave ist ein vibrationsbasiertes Trainingstool zur Aktivierung von Muskulatur und Nerven.

Spastik ist eine erhöhte Muskelspannung, die zu Verkrampfungen und eingeschränkter Beweglichkeit führt.

Ein Stehtrainer ermöglicht Patienten ein sicheres Aufrichten zum Training von
Kreislauf, Knochen und Haltung.

Eine therapeutische Einheit beschreibt gezielte Trainingseinheiten verschiedener Berufsgruppen zur Förderung neurologischer Funktionen.

Eine Trachealkanüle ist ein medizinisches Röhrchen, das in das Tracheostoma eingesetzt wird, um die Atmung und Beatmung eines Patienten zu sichern.

Eine Tracheotomie ist ein chirurgischer Zugang in die Luftröhre zur Beatmung und Erleichterung der Atmung.

Vitalzeichenüberwachung umfasst die kontinuierliche Kontrolle von Atmung, Puls, Blutdruck und anderen lebenswichtigen Körperfunktionen bei intensivpflegebedürftigen Patienten.

Beim Wachkoma befinden sich Patienten im wachen Zustand ohne Bewusstsein, mit erhaltenen Grundfunktionen, aber ohne gezielte Reaktionen.

Behandlung akuter und chronischer Wunden, wie Verbände wechseln, Dekubitusprophylaxe oder die Versorgung nach Operationen.

Eine 1:1-Betreuung bedeutet, dass ein einzelner Patient rund um die Uhr von einer einzigen Pflegefachkraft individuell versorgt wird.

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